[Verkehrsträger] #10 – Volumengewicht & Luftfracht-Tarife

Shownotes

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📐 In der Luftfracht zählt nicht nur das echte Gewicht, sondern auch das Volumengewicht – sonst würden sperrige, leichte Pakete zu wenig kosten und zu viel Platz im Flieger blockieren: Pflichtwissen für alle in der Spedition. In dieser Folge lernst du die weltweit einheitliche IATA-Formel (L × B × H ÷ 6.000, also 1 m³ ≈ 167 kg) und die wichtigste Regel, dass immer das größere von echtem Gewicht und Volumengewicht berechnet wird – inklusive nachvollziehbarer Beispielrechnungen. Außerdem gehen wir die zentralen Rate Classes (M, N, Q, C, R, S) durch, die Mengen-Staffelung beim kg-Preis, die wichtigsten Zuschläge wie FSC und SSC, eine komplette Luftfracht-Kalkulation Frankfurt–Shanghai sowie die Frage, wann sich Luftfracht gegenüber Seefracht überhaupt lohnt. So bist du optimal auf die Klausur und die Abschlussprüfung vorbereitet.

Transkript anzeigen

00:00:00: Diese Folge wird dir präsentiert von MyDigiAcademy, der Lern-App für deine Ausbildung.

00:00:05: Mehr dazu am Ende der Folge.

00:00:06: und jetzt viel Spaß!

00:00:08: Stell dir mal vor du verletzt einen gigantischen Bergzuckerwatte in ein Frachtflugzeug.

00:00:14: Die Maschine ist naja ratzeputzvoll aber das Gewichtslimit ist nicht mal ansatzweise erreicht.

00:00:21: Ja

00:00:22: das ist ein klassisches Problem.

00:00:23: Wer bezahlt dann für diesen ganzen leeren Raum oder?

00:00:26: Genau

00:00:27: Und das schauen wir uns in unserer heutigen Analyse mal genauer an.

00:00:31: Wenn du gerade deine Ausbildung in der Logistik machst, weißt du sicher?

00:00:36: Das Thema Volumengewicht und Luftfrachttarife ist ein ständiger Begleiter!

00:00:41: Absolut – das ist ein echter Punktegarant in der IAK-Prüfung.

00:00:44: Okay, lass uns das mal auftröseln.

00:00:47: Die Airlines haben ja ein massives wirtschaftliches Problem wenn sie also nur nach echtem Kilogramm abrechnen.

00:00:54: Richtig Die verkaufen letztendlich zwei extrem knappe Güter.

00:00:57: Das ist einmal die Gewichtskapacität und eben der Raum.

00:01:03: Daher kommt auch die wichtigste Grundregel, der Luftfracht.

00:01:06: Und die lautet berechnet wird immer das größere der beiden Gewichte.

00:01:11: Okay also wenn ich jetzt sagen wir mal einen massiven Eisenblock verschicke Der wiegt hundert Kilo is aber winzig klein

00:01:19: Genau da greift dann ganz normal das echte Gewicht.

00:01:22: Der Platz im Flieger ist für den Block ja vernachlässigbar.

00:01:26: Aber wenn die Airline jetzt nach Platz abrechnen will, steht sie ja vor einem echten Problem?

00:01:31: Wie verwandelt man denn die Maße von einem riesigen aber superleichten Sofa in einen Kilogramm Wert für die Rechnung?

00:01:39: Dafür hat die IATA also die International Air Transport Association...

00:01:44: ...der weltweite Dachverband quasi!

00:01:46: Ja exakt Die haben deine standardisierte Formel festgelegt, die du für die Prüfung zwingend im Kopf haben musst.

00:01:53: Okay schieß los!

00:01:54: Man rechnet Länge mal Breite mal Höhe in Zentimetern und teilt dieses Volumen dann durch sechstausend.

00:02:01: Durch sechsteusend?

00:02:02: Okay gibt's da eine einfache Faustregel?

00:02:04: Ja

00:02:05: ein Kubikmeter entspricht dadurch auf dem Papier ungefähr hundertsechzig Kilo.

00:02:10: Ha!

00:02:10: Verstehe.

00:02:11: Das Sofa bekommt also ein sogenanntes Volumengewicht verpasst, sagen wir zweihundertsechzig Kilo und wird dadurch richtig

00:02:18: teuer.

00:02:19: So machen die das?

00:02:20: Aber Moment mal... Wenn ich mein Sofa jetzt künstlich auf zweihundertsechsig Kilo hochgerechnet habe, zahle ich dann dafür echt denselben Kilopreis wie eine riesige Spedition, die tonnenweise Schwerbut verschickt?

00:02:32: Ähm…das wäre natürlich extrem unfair für kleine Versender.

00:02:36: Eben

00:02:36: – das dachte ich mir.

00:02:37: Deshalb arbeitet die Logistik mit einem System aus Tarifklassen, den sogenannten Rate Classes.

00:02:43: Okay und welche Buchstaben muss man sich dafür die Klausur merken?

00:02:46: Vor allem drei Stück.

00:02:48: da ist zum einen M für Minimum also ein Sockelbetrag damit die Airline bei winzigen Päckchen nicht drauf zahlt.

00:02:55: Macht Sinn!

00:02:56: Und die anderen?

00:02:57: Dann gibt es N für den Normaltarif bei Sendungen bis forty-fünf Kilo und schließlich Q für Quantity, also Mengen-Tarife.

00:03:06: Ah, die Coup-Tarife greifen dann ab fortyfünf Kilo und sind gestaffelt oder?

00:03:10: Genau.

00:03:12: Die Logik dahinter ist ganz einfach.

00:03:14: Wer mehr verschickt bekommt einen günstigeren Preis pro Kilo.

00:03:17: Er gibt Sinn!

00:03:18: So jetzt sitzen wir aber in der Klausur.

00:03:20: Wie sieht das in der Praxis aus?

00:03:22: Man bekommt da ja oft so ein Szenario vorgesetzt.

00:03:24: Ohja,

00:03:25: der Klassiker...

00:03:26: Also, wir verschicken drei Kartons jeweils Achtzig mal Sechzig Mal Fünfzig Zentimeter groß und das echte Gewicht liegt bei, sagen wir schlanken fünfzehn Kilo pro Stück.

00:03:35: Da machen viele unter Prüfungsstress den allerersten Fehler und nehmen einfach die fünfzehnt Kilomal Drei.

00:03:41: Weil

00:03:41: es so logisch klingt Ja

00:03:42: aber wir müssen zwingend zuerst als Volumengewicht prüfen.

00:03:46: Nehmen wir uns einmal einen dieser Kartons vor.

00:03:51: Lass mich kurz rechnen, das wären zweihundertvierzichttausend Kubikzentimeter.

00:03:56: Richtig!

00:03:57: Und nach der IATA-Regel teilen wir es jetzt durch was?

00:04:01: Durch sechstausend.

00:04:03: Da komme ich dann auf vierzig Kilo.

00:04:06: Siehst du den Sprung?

00:04:08: Auf der Waage stehen nur fünfzehn Kilo aber laut Formeln nimmt der Karton den Platz von vierzig kilo

00:04:13: ein und unsere Grundregle von Vorhin war ja dass größere Gewicht gewinnt.

00:04:18: Ganz genau.

00:04:19: Die Frachtkosten werden also für die vierzig Kilo berechnet, nicht für die fünfzehn.

00:04:23: Krass!

00:04:24: Für die gesamte Sendung rechnen wir dann drei Kartons mal vierzig kilo?

00:04:28: Wir landen also bei einem Berechnungsgewicht von hundertzwanzig Kilo statt der echten fünfundvierzig.

00:04:34: So ist es.

00:04:35: und noch ein kleiner Tipp für komplexere Prüfungsfragen – oft enden die Berechnungen hier noch gar nicht.

00:04:40: Was kommt da noch

00:04:41: drauf?!

00:04:41: In der Realität kommen da fast immer noch Zuschläge dazu... ...die Surcharge's.

00:04:46: Wie der Treibstoffzuschlag, der FSC oder?

00:04:49: Genau.

00:04:49: Oder der SSC für die Sicherheit.

00:04:52: Die werden meistens pro Kilo auf genau dieses Berechnungsgewicht aufgeschlagen.

00:04:57: Das summiert sich dann ordentlich!

00:04:59: Für deinen Spickzettel fassen wir das Wichtigste nochmal zusammen.

00:05:03: Sehr gute Idee!

00:05:04: Also merkt ihr die Formel Volumen geteilt durch sechstausend behalte die Tarifklassen M-, N- und Q im Hinterkopf und vergiss nie die goldene Regel, dass größere Gewicht gewinnt.

00:05:17: Ja

00:05:18: diese simple Logik zeigt echt wunderbar wie unfassbar wertvoll Platz in der globalen Logistik eigentlich ist!

00:05:24: Da sprichst du was an wenn wir nochmal an unseren Berg aus Zuckerwattes vom Anfang denken.

00:05:30: leichte sperrige Ware wird durch dieses Volumengewicht ja extrem teuer?

00:05:35: Absolut!

00:05:35: Eigentlich bedeutet das doch das Produktdesigner schon bei der allerersten Entwicklung von Verpackungen ständig an dieser Jata Formel denken müssten.

00:05:43: Definitiv, ja.

00:05:44: Ein paar Zentimeter weniger Luft in der Schachtel könnten Unternehmen weltweit Millionen an Frachtkosten sparen.

00:05:51: und da frage ich mich – das ist mein Gedanke für dich zum Mitnehmen!

00:05:55: Wie viel teuren leeren Raum verschiffen wir eigentlich jeden Tag sinnlos um die Welt?

00:06:02: Du lernst gerade für deine Abschlussprüfung oder willst einfach besser durch die Berufsschule kommen?

00:06:07: Dann ist My Digi Academy genau das Richtige für Dich.

00:06:11: Über zweihundert Unternehmen und mehr als fünftausend Azubis lernen schon mit uns.

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00:06:29: Teste MyDigie Academy jetzt risikofrei?

00:06:32: Mit vierzehn Tagen Geld zurück Garantie.

00:06:34: Den Link findest Du in den Show notes.

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