[Verkehrsträger] #14 – Fallstudie: Verkehrsträgerwahl für einen Kundenauftrag
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🎯 Jetzt wird's praktisch: Du bist Disponent bei einer Spedition und bekommst einen Kundenauftrag – welcher Verkehrsträger ist der richtige? Diese Fallstudie zeigt dir, wie du strukturiert entscheidest, und ist Pflichtwissen für alle in der Spedition. Am Beispiel von drei Werkzeugmaschinen von Stuttgart nach Shanghai lernst du, die Anforderungen anhand von fünf Kriterien (Zeit, Kosten, Sicherheit, Umwelt, Maße) zu analysieren und die Optionen Seefracht, Luftfracht und Multimodal mit einer Bewertungsmatrix zu vergleichen. Außerdem rechnen wir die Varianten detailliert durch – inklusive Volumengewicht für die Luftfracht – prüfen die Termin-Plausibilität und formulieren am Ende eine konkrete Empfehlung an den Kunden. So übst du genau die Vorgehensweise (Anforderungen → Optionen → Kalkulation → Empfehlung), die in Fallstudien gefragt ist, und bist optimal auf die Klausur und die Abschlussprüfung vorbereitet.
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00:00:00: Diese Folge wird dir präsentiert von MyDigiAcademy, der Learn-App für deine Ausbildung.
00:00:05: Mehr dazu am Ende der Folge und jetzt viel Spaß!
00:00:08: Also willkommen zu unserem heutigen Deep Dive.
00:00:12: Wenn du jetzt gerade Logistik Azubi bist dann spitzt mal die Ohren denn heute geht es echt ans Eingemachte.
00:00:18: Genau.
00:00:18: wir stützen uns nämlich auf die strukturierte Verkehrsträgerwahl Und das ist wirklich so ein absoluter Klasurklassiker.
00:00:24: Richtig, weil in der echten Welt kostet dich eine falsche Transportentscheidung mal eben, na ja, dreißigtausend Euro oder halt im schlimmsten Fall einen deiner wichtigsten Kunden und in der Prüfung kostet sie dich eben wertvolle Punkte.
00:00:39: Ja!
00:00:39: Um das zu vermeiden schauen wir uns anhand der vorliegenden Quellen an wie so ein typischer IHK-Fall aussieht – und vor allem wie du diese Aufgabe dann wirklich Schritt für Schritt knackst.
00:00:50: Also unser Szenario hier ist eine Maschinenbau GmbH aus Stuttgart.
00:00:56: Und die wollen drei Werkzeugmaschinen zu einem Kunden nach Shanghai schicken, das Gesamtgewicht liegt bei zwölf Tonnen.
00:01:03: Krass!
00:01:03: Okay?
00:01:04: Ja und Volumen sind sixunddreißig Kubikmeter, bei einem Warenwert von beachtlichen dreihundertfünfzigtausend Euro.
00:01:12: Und jetzt kommt der Haken... Der Kunde hat ne extrem harte Deadline.
00:01:15: er will das ganze in exakt fünf Wochen vor Ort haben.
00:01:19: Fünf
00:01:19: Wochen?!
00:01:20: Okay, von Stuttgart nach Shanghai hast du da eigentlich drei realistische Routen zur Auswahl.
00:01:27: Variante A wäre so die reine Seefracht?
00:01:29: Richtig!
00:01:30: Variante B ist dann reine Luftfracht.
00:01:32: und Variante C ist der multimodale Transport also quasi diese intelligente Kombi aus Bahn-und-Seefracht.
00:01:39: Weißt Du das erinnert mich irgendwie an dieses klassische magische Dreieck aus dem Projektmanagement.
00:01:44: Also schnell günstig sicher Wähle zwei.
00:01:48: Alles auf einmal geht halt nie, ne?
00:01:50: Ja super Vergleich ja!
00:01:52: Und die Prüfer wollen in der Klausur auch absolut nicht sehen dass du das einfach so aus dem Bauch heraus entscheidest.
00:01:57: Nee
00:01:58: man braucht einen strukturierten Plan.
00:02:00: Wie fängt man da am besten an?
00:02:02: Also der erste Schritt für die volle Punktzahl ist immer eine fundierte Bewertungsmatrix.
00:02:07: Du bewertest da Kriterien wie Zeit Kosten Sicherheit Umwelt und natürlich die Maße der Sendung
00:02:15: Meistens so auf einer Skala von eins bis fünf, oder?
00:02:18: Ganz genau.
00:02:19: Und laut unseren Quellen schneiden Seefracht und die multimodale Lösung da meistens am besten ab.
00:02:25: Einfach weil sie extrem günstig und umweltschonender sind!
00:02:29: Ja gut aber Luftfracht gewinnt doch ganz klar beim Tempo... Oder
00:02:32: nicht?!
00:02:32: Ja schon, aber sie verliert halt völlig bei den Kosten.
00:02:35: und naja eine Skala vom Eins bis Fünf bezahlt am Ende des Tages keine Rechnungen
00:02:39: Eben.
00:02:40: Die echte Entscheidung fällt eigentlich erst wenn wir uns die harten Euros ansehen.
00:02:43: Richtig Nehmen wir Variante A, also die Seefracht im vierzig Fuß Container.
00:02:49: Da landen wir inklusive Vorlauf und Nachlauf bei rund viertausend fünfhundertfünfzig Euro.
00:02:56: Da sind dann diese ganzen Nebenkosten schon drin, also bar für den Treibstoff und so.
00:03:01: Das klingt für zwölft Tonnen eigentlich echt wirtschaftlich!
00:03:04: Die Luftfracht dagegen, also Variante B, die reißt ja ein massives Loch ins Budget.
00:03:10: Wir liegen dabei über dreiunddreißig tausend Euro.
00:03:13: Ohja Das ist heftig.
00:03:14: Aber warte mal, wie berechnet man das denn bei der Luftfracht genau?
00:03:18: Da lauert doch in den Prüfungen immer diese berüchtigte Hürde mit dem Volumengewicht!
00:03:23: Oh sehr guter Punkt.
00:03:25: da lassen extrem viele prüflige Punkte liegen.
00:03:28: also eine Airline berechnet den Preis halt nicht nur nach den Kilos sondern vor allem nach dem Platz den die Ware im Frachtraum blockiert.
00:03:35: Ah ok wegen der Physik ne?
00:03:38: Exakt ein Flugzeug is normalerweise lange vor dem Maximalgewicht einfach voll vom Platz her.
00:03:43: Stell dir vor, du füllst den Frachtraum komplett mit Kissen.
00:03:46: Das wiegt quasi gar nichts aber der Flieger ist bis unter die Decke voll.
00:03:50: Deshalb lässt sich die Airline genau diesen Raum bezahlen.
00:03:54: Ok darum also diese Rechnung.
00:03:58: Unser Volumen von six und dreißig Kubikmetern sind ja sechsunddreißig Millionen Kubikzentimeter.
00:04:04: Geteilt durch diesen Standard Luftfrachtfaktor von sechstausend das ergibt dann Sechstausend Kilogramm Volumengewicht.
00:04:11: Richtig Ja
00:04:12: Aber Moment mal, das echte Gewicht der Maschinen ist doch zwölftausend Kilo.
00:04:17: Die Airline wird uns doch diese Differenz kam schenken oder?
00:04:21: Die berechnen doch garantiert das höhere Gewicht.
00:04:23: Perfekt hergeleitet!
00:04:25: Die Eiserne Regel lautet es wird immer das höre Gewicht zur Berechnung herangezogen.
00:04:30: Du musst in der Klausur also zwingen mit den zwölftausend Kilos weiter rechnen
00:04:34: Verstehe!
00:04:35: Die multiplizierst du dann mit der Rate von sagen wir zwei Euro dreißig pro Kilo Schlägst die Händlinggebühren drauf und bam.
00:04:42: Und damit kommen wir dann auf diese enormen, dreiunddreißigtausend Euro.
00:04:47: Wahnsinn!
00:04:48: Das zwingt uns ja quasi direkt zur Empfehlung für den Kunden also dem letzten Schritt.
00:04:53: Richtig Wir haben das Fünf-Wochenziel.
00:04:56: Das sind ähm...fünfunddreßig Tage.
00:05:00: Variante C Multimodal braucht vierzig bis fünfundvierzig Tage ist damit also direkt raus.
00:05:06: Genau und Seefracht braucht so fünfund dreißig bis vierzig Tage minus
00:05:11: was ja eine absolute Punktlandung wäre, aber eben echt hart an der Grenze kalkuliert ist.
00:05:17: Absolut!
00:05:18: Luftfracht dagegen wäre in fünf bis sieben Tagen am Ziel.
00:05:21: Kostet aber mal locker das Siebenfache?
00:05:23: Also können wir dem Kunden bei diesem Budget-Unterschied doch unmöglich einfach so die Luftfrucht buchen
00:05:28: oder?!
00:05:28: Auf keinen Fall!
00:05:30: Wir müssen ihm aktiv die Seefracht für diese viertausend fünfundundfünfzig Euro empfehlen – Aber und das ist ganz wichtig Wir müssen ihn dringend warnen, dass der Zeitpuffer bei fünf Wochen extrem klein ist.
00:05:42: Also präsentieren wir ihm die teure Luftfracht quasi als Backup-Lösung.
00:05:47: Exakt!
00:05:48: Die finale Entscheidung muss er dann selbst treffen – das ist genau diese Beratungskompetenz, die am Ende bewertet wird.
00:05:54: Sehr cool!
00:05:55: Gibt's da so eine Regel, die man sich merken
00:05:57: muss?
00:05:57: Ja also wenn du dir als Azubi eine einzige Sache aus dieser Analyse mitnimmst, dann bitte diese goldene IHK Formel.
00:06:04: Erst Anforderungen klären dann Optionen aufzeigen, danach die Kalkulation durchführen und wirklich erst ganz am Schluss die Empfehlung aussprechen.
00:06:14: Wer das sauber liefert beweist echtes wirtschaftliches Denken und rattert nicht nur Fakten runter.
00:06:19: Genauso sieht es aus!
00:06:20: Das bringt uns zum Schluss noch zu einer echt spannenden Überlegung für die Praxis da draußen.
00:06:27: angenommen Wir empfehlen dem Kunden jetzt diese super günstige Seefracht.
00:06:31: Der Zeitplan ist auf Kante genäht er stimmt zu der Schiff fährt los.
00:06:36: Oh, ich ahne es schon.
00:06:37: Genau und dann gerät das Schiff auf offener See in einen massiven Sturm und verspätet sich um locker zwei Wochen!
00:06:46: Wie gehst du als Speditor mit diesem Terminrisiko um wenn der Kunde hinderingend auf seine Maschinen wartet?
00:06:52: Puh, das ist echt der Albtraumier des Logistikers.
00:06:55: Definitiv – und eine sehr gute Frage, um sie mal mit den deinen eigenen Betrieb zu nehmen und dort zu diskutieren….
00:07:02: Das war's für heute.
00:07:04: Danke fürs Einschalten und bis zum nächsten Deep Dive!
00:07:32: Damit du sicher in jede Prüfung gehst.
00:07:35: Teste My DG Academy jetzt risikofrei mit vierzehn Tagen Geld-Zerückgarantie.
00:07:40: Den Link findest Du in den Shownotes.
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