[Sammelgut & Systemverkehre] #01 – Sammelladung vs. Stückgut vs. Teilladung

Shownotes

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📦 Wenn eine Spedition einen Auftrag bekommt, ist die erste Frage: Wie groß ist die Sendung? Davon hängt ab, wie sie transportiert wird – und was sie kostet: Pflichtwissen für alle in der Spedition. In dieser Folge lernst du die drei Sendungsarten im Straßengüterverkehr sauber abzugrenzen: Stückgut (LTL) mit Bündelung im Sammelgutverkehr über Hubs, Teilladung (Part Load) als Direktverkehr ohne Umschlag und Komplettladung (FTL) von einem Versender zu einem Empfänger. Außerdem klären wir die prüfungsrelevanten Grenzwerte bei 2,5 t und 10 t, das entscheidende Merkmal „Umschlag im Hub – ja oder nein?", die Vor- und Nachteile jeder Variante sowie die Aufgabe der Disposition beim klugen Bündeln von Sendungen und Organisieren von Rückfracht. So bist du optimal auf die Klausur und die Abschlussprüfung vorbereitet.

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00:00:00: Diese Folge wird dir präsentiert von My Digi Academy, der Learn-App für deine Ausbildung.

00:00:05: Mehr dazu am Ende der Folge.

00:00:06: und jetzt viel Spaß!

00:00:08: Stell dir mal vor es ist Freitag Nachmittag du sitzt in der Dispo hast vielleicht schon das Wochenende im Kopf und auf dem Hof steht ein vierzig Tonner der halt wirklich nur zur Hälfte gefüllt ist.

00:00:20: Ja und das ist eigentlich der absolute Albtraum für jeden Disponenten Jede Minute, die das Ding darum steht oder leer fährt verbrennt einfach bares Geld.

00:00:30: Genau!

00:00:31: Und wie du den jetzt wirtschaftlich auf die Straße kriegst?

00:00:34: Darum geht es heute.

00:00:36: Willkommen zu unserer heutigen intensiven Analyse.

00:00:39: Wir haben hier einen riesigen Stapel deiner Berufsschulskripte und IHK Prüfungsprotokolle auf dem Tisch.

00:00:46: Also unsere Mission für dich als Logistik-Azubi heute ist ganz klar... ...wir knöpfen uns die drei Sendungsarten im Straßengüterverkehr vor also Stückgut, Teilladung und Komplettladung.

00:00:58: Und das ist halt wirklich ein absoluter Klassiker für deine anstehende Abschlussprüfungen.

00:01:02: wenn du dieses System durchdringst.

00:01:05: Punktest du nicht nur in der Klausur sondern entscheidest im echten Speditionsalltag über Gewinn- und Verlust?

00:01:11: Definitiv!

00:01:12: Also wenn wir uns das System mal ansehen geht es im Kern immer um zwei Dinge Platz und Gewicht.

00:01:18: Komma einen Standardauflieger fast meist,

00:01:25: Okay, das ist so quasi unser Tetris-Spielfeld.

00:01:29: Richtig!

00:01:29: Ganz genau.

00:01:30: und wir fragen jetzt mal ganz unten an beim Stückgut.

00:01:34: in der Praxis sagen wir oft LTL dazu.

00:01:37: da reden wir von ein bis fünf Paletten oder eben Fünfzig Kilo bis zweieinhalb Tonnen.

00:01:43: Das ist ja fast nichts auf so einer riesigen Ladefläche richtig

00:01:47: weil das kaum auffällt geht diese Sendung im Sammelgutverkehr über zentrale Hubs Also quasi große Umschlagplätze.

00:01:54: Aber warte mal kurz, jeder Umschlag mit einem Stapler in so nem Hub ist doch ein potentielles Risiko für Transportschäden oder?

00:02:04: Das kostet doch am Ende Zeit und Nerven bei der Reklamation.

00:02:08: Warum fährt man diese Palette nicht einfach direkt durch?

00:02:10: Naja weil einen vierzig Tonner auf einer Direktfahrt quer durch Deutschland für nur zwei Paletten einfach ein finanzielles Fiasco wäre.

00:02:17: Achso ja klar Die Fixkosten bleiben ja gleich.

00:02:20: Genau, die Kosten für den Fahrer, die Maut der Diesel – das zahl's ja trotzdem voll!

00:02:25: Das Hubspoke-System bündelt dann halt sich solcher Kleinsendungen von verschiedenen Kunden auf einen LKW.

00:02:32: Okay, verstehe.

00:02:33: Das erhöht natürlich das Schadensrisiko durch den mehrfachen Umschlag aber es ist der einzige Weg, die Transportkosten für kleine Mengen überhaupt bezahlbar zu halten.

00:02:42: Die Laufzeit liegt dann meist so bei vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden.

00:02:46: Ab wann lohnt es sich denn dann finanziell die Hecktüren einfach zuzumachen und direkt zum Kunden durchzufahren?

00:02:54: Da muss es doch einen Kipppunkt geben in der Kalkulation.

00:02:58: Ja, den gibt's!

00:02:59: Dieser Kippunkt ist die Teiladung – also der Partload.

00:03:03: Hier reden wir von fünf bis dreizehn Paletten oder zweieinhalb bis zehn Tonnen.

00:03:08: Warum ausgerechnet dreizehn Paleten?

00:03:11: Naja wenn du bedenkst dass dreizehnt Paletten gut einem Drittel der Ladefläche entsprechen und zehn Tonnen fast der halben Nutzlast, dann wird das schnell klar.

00:03:21: Ab dieser Größenordnung lohnt sich der aufwendige Umschlag im Hub einfach nicht mehr.

00:03:25: Weder finanziell noch zeitlich vermutlich.

00:03:28: Exakt!

00:03:29: Der Disponent packt stattdessen einfach zwei oder drei solcher Teilladungen auf einen Lkw und er fährt die Empfänger direkt an.

00:03:37: Kein Hub, weniger Schäden – und es geht oft innerhalb von vierundzwanzig Stunden.

00:03:41: Krass!

00:03:42: Okay, und wenn ich jetzt einen Kunden haare der mir direkt zwanzig Paletten Stahlträger mit fünfzehn Tonnen auf dem Hof stellt dann erübrigt sich das zusammenpuzzeln.

00:03:52: ja eh oder?

00:03:52: Richtig!

00:03:53: Dann bist du sofort bei der Komplettladung also FTL.

00:03:55: Das heißt über dreizehn Paletten über zehn Tonnen Einversender ein Entfänger direkte Fahrt ohne Umwege.

00:04:01: Industrieunternehmen machen oft nichts anderes.

00:04:04: Das klingt jetzt erst mal am einfachsten.

00:04:05: für die Dispo

00:04:06: Könnte man denken Ja Aber hier kommt die eigentliche Herausforderungen Spiel.

00:04:10: Wenn der LKW beim Empfänger entladen wird, steht er danach halt komplett leer da.

00:04:15: Ah, verstehe!

00:04:16: Das heißt die eigentliche Kunst bei der Komplettladung ist gar nicht die Hinfahrt – es geht darum frühzeitig die Rückfracht zu sichern um diese extrem teuren Lehrkilometer auf dem Rückweg zu vermeiden.

00:04:26: Hundertprozentig genau das ist es.

00:04:28: Es leuchtet ein.

00:04:29: Lass uns jetzt mal einen Blick in die IHK Prüfungsprotokolle werfen….

00:04:34: was genau wollen die Prüfer denn sehen wenn sie dieses Thema aufrufen?

00:04:38: Also zwei Dinge müssen für die Klausur wirklich kompromisslos sitzen.

00:04:43: Erstens, die physikalischen Grenzen... ...die Zwei-Kommer fünf Tonnen als Grenze zum Stückgut und die Zehntonnen als Sprung zur Komplettladung.

00:04:51: Okay!

00:04:52: Zwei Komma Fünf und Zehn.

00:04:53: Und zweitens?

00:04:54: Zweitens der operative Unterschied.

00:04:57: also die Frage findet einen Umschlag im Hubschart.

00:04:59: das ist nämlich nur beim Stückgut der Fall.

00:05:01: Teiladungen und Kompletladungen fahren immer direkt.

00:05:05: Okay, pass auf.

00:05:06: Spielen wir das mal an einer typischen Prüfungsaufgabe durch?

00:05:09: Ein Kunde will drei Paletten mit insgesamt ´thausendfünfhundert Kilogramm verschicken!

00:05:15: Ich soll die Sendungsart bestimmen und den Ablauf skizzieren.

00:05:18: Ok, leg los – wie gehst du

00:05:20: ran?!

00:05:21: Also wenn ich mir die Zahlen ansiehe, drei Palette ist ja klar unter der Fünf-Palettenmarke und µh sind auch deutlich unter der zwei Komma fünf Tonnen Grenze.

00:05:32: Das fällt für mich also glasklar in die Kategorie Stückgut.

00:05:36: Sehr gut!

00:05:37: Und wie begründest du jetzt den logistischen Ablauf, um dir in der Prüfung wirklich die volle Punktzahl zu sichern?

00:05:43: Also da es Stückguth ist schreibe ich hin dass die Sendung aufgrund der geringen Menge halt nicht direkt gefahren wird.

00:05:50: sie wird stattdessen im Sammelgutverkehr über ein Hub abgewickelt dort umgeschlagen und nach einem sammeln Gut Tarif berechnet Perfekt.

00:05:58: Damit hast du die Aufgabe absolut fehlerfrei gelöst.

00:06:01: Wer versteht, wie diese Grenzen die Wirtschaftlichkeit bestimmen muss das gar nicht sturauswendig lernen – das ergibt sich einfach aus der Logik.

00:06:09: Super!

00:06:10: Bevor wir dich jetzt zurück an deine Lernzettel lassen hier noch ein kleiner Gedanke aus dem echten Speditionsleben zum Abschluss.

00:06:17: Ein cleverer Disponent versucht ja pausenlos mehrere Teilladungen so zu kombinieren dass sie als eine profitable Komplettladung gefahren werden können.

00:06:26: Ja, das ist eigentlich der heidige Gral in der Dispo.

00:06:29: Eben!

00:06:30: Überlegt ihr also mal wie viele Lkws, die du heute auf der Autobahn siehst, transportieren.

00:06:35: auf dem Papier echte Teilladungen?

00:06:38: Sind aber in der Realität längst zu einer extrem lukrativen Komplett-Ladung verschmolzen?

00:06:44: Denkt drüber nach.

00:06:45: Viel Erfolg bei deiner Prüfung – du rockst es!

00:06:47: Du lernst gerade für deine Abschlussprüfung oder willst einfach besser durch die Berufsschule kommen?

00:06:53: Dann ist My Digi Academy genau das Richtige für dich.

00:06:56: Über zweihundert Unternehmen und mehr als fünftausend Azubis lernen schon mit uns.

00:07:02: Passend zu deinem Ausbildungsberuf findest du Lernvideos mit Schritt-für-Schritterklärungen, digitalen Zusammenfassungen und realistische Prüfungssimulationen mit echten Fragen und Lösungen damit du sicher in jede Prüfungen gehst.

00:07:15: Teste My DG Academy jetzt risikofrei?

00:07:17: Mit vierzehn Tagen Geld zurück Garantie.

00:07:20: Den Link findest Du in den Show Notes.

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